Diese Seite drucken

Farbglasur-Malerei-Colour Glaze Painting 7

SchaleNr. 087 Drachenflammen - Durchmesser: 22 cm x 15,5 cm hoch

_________________________________________________________________________

Schale Nr. 075 Landschaft und Mensch - Maße: 21,5 cm x 21,5 cm x 15 cm

__________________________________________________________________

„Welt der schönen Künste“ (getöpfert Herbst 2014)

Das Motiv auf dieser Schale habe ich schon über 14 Jahre im Kopf, und genauso lange fliegen beim Betrachten die Schmetterlinge im Bauch.

.Bis zum Herbst diesen Jahres hätte ich nicht auch nur ansatzweise im Traum daran gedacht (und auch nicht gekonnt) solch ein Kunstwerk einmal auf eine Bonsaischale zu malen.

 Bei dem Motiv handelt es sich um ein Werk von „Kanó Eichó“ ca. 1821 – Okayama/Japan. Eichó malte dieses Motiv auf einen zweiteiligen Wandschirm, bestehend aus sechs Paneelen – insg. 376 cm lang und 171,5 cm hoch. Bei dieser Technik handelt es sich um eine Tuschmalerei auf Papier.

Das Bild stellt chinesische Weisen dar die sich an den Fertigkeiten eines edlen Herren erfreuen, der Musik, der Kalligraphie und der Malerei. Die Gruppe auf dem ersten nach vorne schauenden Bild sind wahrscheinlich Poeten beim Schachspiel. (ich nehme an, Eichó hat all diese Figuren etwas karikiert und ihnen damit einen ganz speziellen und individuellen Ausdruck verliehen).

Kannó Eichó war ein sehr eigenwilliger Maler, der sich zu dem damaligen Zeitpunkt dem vorherrschenden klassischen chinesischen Malstil entzog. Er entwickelte seinen eigenen charakteristischen Malstil, auch die verwendeten Tuschfarben waren kräftiger aufgetragen.

Ich bin jetzt natürlich nicht so vermessen und der Meinung, ich könnte solch ein Kunstwerk in Technik und Ausführung mal eben so auf eine Bonsaischale malen. Was ich aber empfunden habe sind die Schmetterlinge im Bauch beim Malen, die waren da.

Beim Malen schon eingetaucht in die wundersame Welt der chinesischen Künste ist es wie eine Reise in eine vergangene Welt. Wenn auf einer leeren Fläche Figur um Figur auftaucht, und die Schale zum Leben erwecken, dann kommt man in einen „Malflow“.

Hier nun die kleine Schale mit den Maßen: 21,5 cm x 21,5 cm x 15 cm – Technik: verschiedene Schwarzglasuren – gebrannt bei 1220° C

Diese Schale ist für mich persönlich der töpferische Höhepunkt des Jahres 2014.

 

__________________________________________________________________________

Das Meer…

…Welle um Welle gemalt,

und keine gleicht der anderen.

Dynamik in dem Einen, und Ruhe in dem Ganzen

Die Schwierigkeit beim Aufmalen der Wellen lag hierbei im unterschiedlichen Schalenumfang. Da sich die Schale nach oben hin öffnet, müssen die einzelnen Wellen nach oben hin in jeder Reihe etwas größer gemalt werden. Würde man bei gleicher Wellengröße der Einfachheit wegen eine Welle (weil der Umfang größer wird) hinzumalen, gäbe es eine sichtbare Naht. Die zweite Schwierigkeit liegt hierin, dass sich jede Reihe, horizontal und vertikal, immer am Ende des Ringes genau treffen muss.

Schale 087 Das Meer - Durchmesser: 21,7 cm x 15,5 cm hoch

_____________________________________________________________

Hier noch einmal eine Schale mit drei Motiven wie sie in Japan gerne für „Schwertzierblätter“ der Katana verwendet wurden und auch noch werden.

Diese Motive haben eine große Ausstrahlungskraft.Dies ist ein Entwurf von Alfred Roller der es wiederum nach einem japanischen Schwertzierblatt gezeichnet hat – Zwei Schnecken vor Tag und Nachthimmel

Der kaiserliche Hahn – Tokyo 1864

 Eine wunderschöne und harmonische Zeichnung einer Lilie im Kreis

Schae Nr.087 Motive - Durchmesser: 22 cm x 15 cm hoch

______________________________________________________________________

Tsuba – In Bronze gegossen

Die Tsuba jap. ist ein Teil  des japanischen Schwertes.  Angebracht oberhalb des Griffes ist die Tzuba oder Stichblatt als Handschutz gedacht.

In Wirklichkeit aber ist sie kein zuverlässiger Handschutz, denn mit einem kräftigen Streich von dem Schwert des Gegners hielt sie, wenn auch aus Eisen, nicht unbedingt stand.

Schwert und Tsuba wurden meist von unterschiedlichen Schmiedemeistern hergestellt, jeder war auf seine Art ein Künstler und Meister.

Der phantasievollen Formgebung des Zuba ist fast keine Grenze gesetzt. Am Anfang des Schwertschmiedens (Schwertfeger) bestand sie noch aus einer nicht unterbrochenen oder verzierten einfachen Eisenscheibe. (ca. 15. bis 16. Jahrhundert)

Im Laufe der Zeit entwickelte sich dann in der Tsubaherstellung eine eigene und erlesene Kunstform. Die Tsubas bestanden jetzt nicht mehr nur aus Eisen, sondern aus Metallen wie Kuper, Kupferlegierungen, Bronze oder sogar mit Einlegearbeiten aus Gold oder Silber verziert.

Den Höhepunkt handwerklicher Perfektion erreichten die Tsubameister (jap. Tsubashi) in einem Dekor, das durchbrochen oder ausgeschnitten wurde. Die Motive oder die Verzierungen die ausgewählt wurden sind mannigfaltig. Sie bestehen beispielsweise aus Pflanzen, Tieren, Schriftzeichen, Fabelwesen oder Geister usw.

Heute ist die Tsuba auf der ganzen Welt ein sehr begehrtes Sammelobjekt, von extrem teuren Objekten bis hin zu billigen Kopien.

Mich hat es einmal sehr gereizt solche Tsuba auch auf eine Bonsaischale zu malen. Ich habe mir drei Motive ausgesucht die mir besonders gefallen haben.

In die Aussparung in der Mitte des Motives kam die Klinge des Schwertes. Manche Tsuba weisen links und rechts noch kleinere  Aussparungen auf, die sind zum Beispiel  für das kleinere Kurzschwert gedacht (jap.Wakizashi). Manchmal (laut Wikipedia,) wurden sie auch für Kämme oder Essstäbchen zweckentfremdet.

Hier nun die drei Motive

Schlange mit Hahn (Aussparung nur für Schwertklinge)

Drache (Aussparung nur für Schwertklinge)