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Farbglasur-Malerei-Colour Glaze Painting 8

Shunga Poesie

Im Gegensatz zu chinesischen, erotischen  „Frühlingsbildern“, wurden im alten Japan, in den sogenannten “Kopfkissenbüchern“, nackte Körper oder eindeutige sexuelle Szenen eher selten dargestellt. Ausnahmen machten hier nur die oft recht deftigen Karikaturen.

In der Malerei oder der Holzschnittkunst wurden in Japan die erotisch agierenden Personen fast immer bekleidet dargestellt.

Die oft sehr fantasiereichen Künstler gestalteten ihre erotischen Werke so, dass die auch oft sehr kostbaren Seidenstoffe und Gewänder den größten Teil des Bildes ausfüllten.

An den pikanten erotischen Stellen aber, die man auf den ersten Blick fast nicht wahrnimmt, sieht man dann an der einen kleinen vom Soff ausgesparten Stelle gigantisch vergrößerte Geschlechtsteile beim Liebesspiel.

Das Bekleidet sein hatte jedoch nichts mit Prüderie zu tun, denn im alten Japan war man immer bekleidet, auch nachts.

Mir hat es wieder einmal Freude bereitet auch solche Bilder auf eine Bonsaischale zu malen.

Ich habe mir herausgenommen solche Liebespaare zu zeigen die sich noch im Vorspiel befinden. Die noch versteckenden Stoffe regen die eigene Fantasie an.

Die Bilder zeigen Paare die noch die Form bewahren, und die sich an der aufkommenden Lust erfreuen, wenn sich Seide an Seide reibt.

Ich nenne diese Motive und Schale „Shunga-Poesie“

Schale 075 Shunga Poesie - Größe: 22 cm x 22 xm x 15,5 cm

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Die Zen-Kunst, und im Besonderen die Zen-Malerei, ist ein Bestandteil der Zen Interpretation.

Etwas über Zen zu schreiben, obwohl es tausend Büchern darüber gibt, ist nicht möglich. Kurz gesagt, man muss durch eigene Anstrengung sein Wesen erkennen.

Ein Zen Sprichwort sagt:

Für den, der nichts weiß, ist ein Berg ein Berg

Für den, der anfängt zu verstehen, ist ein Berg kein Berg.

Für den, der versteht, ist ein Berg ein Berg.

Es hat mir eine große Freude gemacht diese Art von Malerei auch einmal auf einer Bonsaischale darzustellen. Die Schwierigkeit liegt auch hier wieder darin eine Tuschmalerei mit Glasurfarben nachzuvollziehen. (Natürlich kommt man auch nicht nur ansatzweise an die Originale heran).

Liang K´ai (China 13. Jahrhundert) malte dieses Bild. Der Patriarch Hui-néng zerreißt lachend die heilige Sutra und zeigt damit, dass die wahre Lehre nur im Herzen geschrieben steht.

Shubun (Japan 15. Jahrhundert) war Priester im großen Zen-Tempel in Kyoto und malte dieses Bild von „Kanzan und Jittoku“.

Im chinesischen „Han-Shan und Shih-té“ zwei „verrückte“ chinesische Mönche der Tang-Dynastie.  Zwei lustige Gesellen die durch ihre Einfachheit und spontaner Fröhlichkeit berühmt wurden. Sie führten sich wie ausgelassene Kinder auf, lachten schallend und nahmen, frei von allen Konventionen, das Leben, wie es gerade kam, sicher in dem Wissen, dass sie die höchste Wahrheit erfasst hatten.

Shih-té mit einem Bambusbesen.

Zen ist ein religiöser Weg, der die Wirklichkeit nicht mit theologischen Erklärungen ausdrückt. Im Zen-Gedanke ist man durch sein Handeln im Einklang mit der Wirklichkeit.

Wenn du gehst, gehe;

Wenn du sitzt, sitze;

Schwanke vor allem nicht.

ZEN-Kiefer - Virtual

Schale 087 Zen - Durchmesser: 22 cm x 15 cm hoch

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Schale Nr. 150 Vogelmotiv - Durchmesser: 19,5 cm x 11,8 cm