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Kleine Objekte 1 bis 7

"Im Vergänglichen sind die Drachen die Wellen der Zeit".

 

Die Drachen, stehend für die Zeit, zerreißen die Schale, stehend für das Vergängliche.

Schalengröße: 30 cm x20 cm x 12 cm

Foto: Helmut Rüger 

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Ein Drachenpaar, das sich die Perle der Weisheit gegenseitig abjagen will.

 

Die Perle oder die Feuerkugel stellt die große Kraft "Yang" dar, das ist die Urkraft, die am Anfang des Lebens steht, sie muss körperlich und geistig beherrscht werden. Die drei Zentren in denen sich diese Kraft befindet, sind im Unterleib, im Herz und zwischen den Augenbrauen.

Der taoistische Kult ist nichts anderes als die Pflege dieser Kräfte in sich. Aus der Kraft des Unterleibs gehen die beiden anderen hervor. Das ist die Urkraft "Yuangi", mit der der Drache spielt.

"Die drei Schätze" des menschlichen Körpers: Spermaessenz, Atem und Geist.

Drachenschale Größe: je 12 cm x 10 cm x 10 cm

Foto: Helmut Rüger

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Am Grunde des Sees liegt einsam eine kleine, zerbrochene Bonsaischale, kleine Krebse spielen auf ihr.

  

Ein ideales Versteck.

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Es war für mich eine besondere Ehre, diese kleine Schale zur Erinnerung an die 4. WBCM 2002 in München töpfern zu dürfen. Die „Bonsai-Friedenstaube“ auf der Vorderseite hat mein   Töpferkollege Dan Barton aus Bristol/England entworfen.

 

 

Von dieser kleinen Schale mit Friedens-Taube gibt es nur 100 Stück.

 

 

 

 

 

Die Blütenform der Schale wirkt sehr beschwingt. Kleine Wolkenfüßchen vollenden die Harmonie  der Schale. Fallende Blütenblätter symbolisieren die Trainage-Löcher.

Die Schale hat noch den Geschmack des Feuers.

Durch täglichen Gebrauch wird sie über Jahre hinweg eine wunderschöne Patina erhalten

  

 

 

 

 

Die kleine Schale steht bepflanzt in der Haus-Tokonoma von Herrn Daizo Iwasaki, Japan.

Herr Iwasaki ist einer der bedeutendsten Bonsai-Sammler Japans.

Foto: Moten Albek, Dänemark

 

Hier neue Fotos und Text Nov. 2009 von Harald Lehner,

Der kleine chinesische Wacholder wurde von Herrn Yuji Hoshikawa dem ersten Bonsaimeister im Takasago-an Bonsai Garten von Herrn Daizo Iwasaki im September 2001 gepflanzt.

Seit dieser Zeit steht der Baum in der Sonderschale von Peter Krebs und dem entworfenen Logo von Dan Barton mit der Friedenstaube in dem kleinen Empfangsraum des Gästehauses.

Die Schale trägt die Nr. 1 von 100. Diese Schale bekam Herr Iwasaki von mir als Gastgeschenk anlässlich der 4th World Bonsai Convention in München geschenkt.

Ein toller Baum der mit den Jahren schon eine leichte Patina angesetzt hat.

 

Fotos und Text Harald Lehner 

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Wenn jemand in China einen Besuch machen will, so bringt er dem zu Besuchenden ein Geschenk mit.

Motiv: Fledermaus - Jahresschale von 1996 - Vorderseite 

Rückseite

Es wäre zu vulgär dem Besuchten mit Worten zu sagen, was man ihm wünscht. So muss der Beschenkte selbst durch Studieren des Geschenkes herausfinden, was der ihn Besuchende ihm sagen oder wünschen will. Dadurch kann eine mit Symbolen geschmückte Vase, Schale oder Teller sehr subtil ohne unhöflich zu sein, den Wunsch des Gastes übermitteln.

Motiv: Schmetterling - Jahresschale von 1997 - Vorderseite

Rückseite

Im Gegensatz zu den europäischen Symbolen ist die Symbolsprache der Chinesen immens. Schon die Farbe des Einwickelpapiers hat Symbolkraft. Man wünscht sich durch Symbole Glück, Gesundheit und Wohlstand.

Motiv: Vögel - Jahresschale von 1998 - Vorderseite

Rückseite

Die Idee, einmal solch kleine Geschenkschalen zu töpfern, wurden im Gespräch mit meinem Freund Marc Noelanders geboren.

 

Motiv: Libellen - Jahresschale von 1999 - Vorderseite

Rückseite

Motiv: Glücksgott - Jahresschale von 2000 - Vorderseite

Rückseite

 So tragen diese Schalen unsrer beider Stempel. Die kleine CHINA-EDITION wird aus insgesamt fünf Schalen-Symbolen bestehen. Fledermaus, Vogel, Schmetterling, Libelle und Glücksgott. Symbole, die auf fast allen alten chinesischen Bonsaischalen zu finden sind. Die Auflage ist auf 50 Stück je Motiv limitiert und nummeriert von 1 bis 50.

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Die "Milleniumschale" wurde zum Jahrtausendwechsel für die Zeitschrift BONSAI ART getöpfert.

Auf der Vorderseite zeigt sich ein kleiner Töpferstempel, auf der Unterseite nochmals ein Töpferstempel, außerdem noch einen Stempel von BONSAI ART, die Nummer der Schale und der Schriftzug "Milleniumschale". Handgefertigte Schale in limitierter Auflage von 100 Exemplaren. Maße: 17 cm x 11,7 cm x 5 cm

 

-Das Einfache

ist das Ergebnis

eines langen Prozesses-.

Diese Schale wurde einer ca. 80 Jahre alten Bonsaischale aus Yixing (China) nachempfunden. Die Schlichtheit der Form ist das Ergebnis einer konsequenten Reduktion auf das Wesentliche.

Die Schale hat noch den Geschmack des Feuers. Durch täglichen Gebrauch wird sie über Jahre eine wunderschöne Patina bekommen. Erst dann wird sie ihren wahren Wert entfalten; nicht den materiellen, sondern den Gefühlswert.

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"Chójú-giga"

Unterglasurmalerei - Durchmesser: 12 cm x 12 cm Hoch - gebrannt bei ca. 1220°C

Im 13. Jahrhundert erstellten Mönchsmaler in den großen Klöstern Japans Bildrollen, die buddhistische oder auch profane Themen zum Inhalt hatten.

Berühmt sind unter anderem auch die vier Rollen der "Chójú-giga" (satirische Tierbilder), die im Kloster Kózan-ji im Gebirge nordwestlich von Kyoto aufbewahrt werden.

Die erste Rolle, aus der auch die auf der Schale abgebildete Szene stammt, stellen eine Folge von Kompositionen humorvoller Spiele von vermenschlichten Tieren dar. Affen, Hasen und Frösche zeigen sich als Schwimmer, Bogenschütze, Reiter und Ringkämpfer. Das Kuriose hierbei ist, dass bei diesen Spielen immer der Schwächere über den Stärkeren siegt.

Da kein Text zu den Tuschezeichnungen vorhanden ist, werden diese Szenen unterschiedlich interpretiert.

Peter Krebs

 

Here's a Wiki page on these scrolls with more information and additional pictures:

http://en.wikipedia.org/wiki/Ch%C5%8Dj%C5%AB-jinbutsu-giga

 

Translation: Stefan Ulrich